STIMMTSCHON Philosophie

Annehmen, was *ist*...

 

Das bedeutet in erste Linie: Es gibt nichts zu verlieren.

Wenn es um die Stimme geht, um unseren ureigenen Ausdruck über dieses Medium, so geht es bei den meisten Menschen sehr schnell ans Eingemachte. Wohl kaum ein Schaffensakt wird mit so viel Freude, Glückseligkeit aber auch Ängsten und (Selbst)zweifeln in Verbindung gebracht, wie das Singen. Auch vor anderen zu sprechen kann ein körperliches und psychisches Feuerwerk auslösen.

Jeder Sänger/Sprecher möchte gerne *Sicherheit* erlangen. Das Streben danach bringt uns sehr schnell in ein Kontrollverhalten...bewusst oder unbewusst. Wir haben ein Bild/eine Vorstellung von dem, was *rauskommen* soll, und wir sind bestrebt alles Notwendige dafür zu tun, diesem Bild zu entsprechen - wenn nötig, mit etwas Nachdruck. Wenn die Unsicherheit sehr groß ist, halten wir uns manchmal auch zurück, denn "...vielleicht klappt's ja doch nicht."

Nun, wie klingt das für Sie?:

Hinter dem Streben nach 

Perfektion steht die Angst,

zu versagen.

Ein Ziel zu haben, wachsen zu wollen und seine Fähigkeiten auszuweiten ist wichtig, gelingt jedoch kaum auf der Basis von Angst. 

 

In meiner Erfahrungswelt ist der Mensch ausgestattet mit allem, was er braucht - und findet sich auch jeweils in Situationen/Settings wieder, die er braucht...die ihm alle Chancen geben, sich selbst in jedem einzelnen Augenblick und in jeder erdenklichen Weise wahrzunehmen und sich in Verbindung mit der Umwelt zu setzen. Die Kunst ist, die eigenen Bewertungsinstanzen immer wieder auf eine Art *reset* zu setzen. So ist eine Gegebenheit oder eine Erfahrung nicht per se gut oder schlecht, erwünscht oder unerwünscht, sondern sie *ist* einfach. Auf der Basis dieser Grundakzeptanz dem Leben gegenüber kann sich ein ungeahntes Lern-, Erfahrungs- und Entwicklungspotential eröffnen. 

Die Arbeit mit der Stimme 

 

ist in erster Linie eine Achtsamkeitsschulung und erfordert vor allem ein Bewusstwerden bzw. Bewusstsein über

  • anatomische Abläufe

  • etwaige Muster und Blockaden (physisch und psychisch)

  • das Selbstbild und den eigenen Zensor

 

Weiters gewährleistet ein gewinnbringendes und strukturiertes Herangehen an das Üben das Entfalten der eigenen Stimme, der Kreativität und des oft ungeahnt großen Potentials.

 

Meine persönliche Erfahrung ist, dass man nur voll Freude staunen kann über den hohen Grad an Schönheit, Einzigartigkeit, Authenizität und Attraktivität jeder einzelnen Stimme, wenn dieser erlaubt wird, frei zu fließen. Dies ist meine vorrangige Bestrebung in der Begleitung und im Coaching von Menschen, die mit und an ihrer Stimme arbeiten wollen. Bei diesem Prozess geht es also weit über das Erlangen einer gesunden Stimmtechnik und guten Atemführung hinaus.

 

Das Ziel

 

ist, einen ganz individuellen und wohligen Zugang zur Stimme zu erlangen bzw. sich "wieder zu erinnern" (denn jedes Baby kommt mit dieser Freiheit des stimmlichen Ausdrucks auf die Welt ;-)). Frei von Sicherheits-/Angstdenken, jedoch mit wertvollen Werkzeugen im Gepäck, steht dem freien Selbstausdruck und innerem Wachstum nichts mehr im Weg.  

 

Der Schlüssel 

 

für Wachstum und Erfolg ist die Bereitschaft, mit Neugierde und Offenheit, Mut und Hingabe an das Erlangen und Vertiefen diverser (stimmlicher) Fähigkeiten und Potentiale heranzugehen. So ist es möglich, sehr rasch eine weit beständigere Form von *Sicherheit* zu erlangen als die der Kompensation und Vermeidung von Fehlbarkeit.  

...mit anderen Worten: Es gibt alles zu gewinnen :-)

"...alle Welt kann und darf hören, wie sich ein Mensch fühlt, der den Mut hat, sich im Singen in all seiner Verletzlichkeit und Empfindsamkeit und in all seiner Kraft zu zeigen."

(Johannes Quistorp)

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Gender Disclaimer: Aufgrund der einfacheren Lesbarkeit wird

mitunter einheitlich die männliche Form verwendet.

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